In strukturschwachen ländlichen Regionen ist die Aktivierung leerstehender Gebäude für Wohnraum ein entscheidender Faktor zur Sicherung der Lebensqualität.
Die Online-Plattform „Potenzial Leerstand: Wohnraum schaffen“ mit umfassenden Informationen und guten Beispielen aus der Praxis bietet sowohl Kommunen und deren Entscheidungsträgern, Wohnungsbaugesellschaften, Interessierten und Engagierten Hilfestellung bei der Aktivierung von Leerständen.
Ausgangslage
Im Mai 2022 standen in Deutschland rund 1,9 Millionen Wohnungen leer, was einer Leerstandsquote von 4,3 Prozent entspricht. Die Ursachen für Wohnungsleerstand reichen vom demografischen Wandel über wirtschaftliche Abwanderung bis hin zur Spekulation in Ballungsräumen. Besonders betroffen sind ostdeutsche Regionen wie der Vogtlandkreis und die Stadt Dessau-Roßlau mit Leerstandsquoten von bis zu 18 %. Aber auch ländliche Regionen in Westdeutschland wie das Saarland und Teile Bayerns weisen hohe Leerstandsquoten auf. Besonders betroffen sind auch die Grenzregionen. Prognosen zeigen, dass strukturschwache Regionen bis zum Jahr 2045 mit einem starken Bevölkerungsrückgang und einer demografischen Alterung konfrontiert sein werden. Die Online-Plattform "Aktivierung von Wohnungsleerständen" will diesen Regionen Wissen zur Verfügung stellen, um über konkrete Erfolgsgeschichten und praxisorientierte Informationen Wege im Umgang mit dem Gebäudeleerstand zu finden.
Werkstattgespräch am 18.11.2025
Am 18. November 2025 fand ein Online-Werkstattgespräch zum Thema „Leerstandsaktivierung” statt. Neben der Online-Plattform und ersten Ergebnissen der Kommunalbefragung wurden drei gute Beispiele vorgestellt. Die Dokumentation und Präsentationen können Sie im rechten Bereich herunterladen.
Werkstattgespräch am 28.04.2026
Am 28. April 2026 fand ein Online-Werkstattgespräch zum Thema „Leerstandsaktivierung” statt. Im Fokus standen Wohngebäudeleerstände und die Frage, wie sie durch Zwischennutzungen neue Impulse erhalten können. Von temporärem Wohnen bis zu kulturellen, gemeinschaftlichen oder kreativen Nutzungen gibt es eine Vielzahl von gelungenen Beispielen. Die Dokumentation und die Präsentationen können Sie im rechten Bereich herunterladen.
| Auftraggeber | Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung |
|---|---|
| Partner | Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH |
| Laufzeit | 09/2024-12/2027 |